{"id":847,"date":"2021-05-05T18:01:01","date_gmt":"2021-05-05T16:01:01","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=847"},"modified":"2021-05-05T18:22:43","modified_gmt":"2021-05-05T16:22:43","slug":"bodenarbeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/bodenarbeit\/","title":{"rendered":"Bodenarbeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn man ein unkompliziertes erwachsenes und erst recht ein junges oder verdorbenes Pferd betreut, sollte man mit ihm die Grundlagen am Boden erarbeiten. Man lernt sich dadurch besser kennen, schult die Kommunikation und st\u00e4rkt das gegenseitige Verst\u00e4ndnis und die Beziehung zueinander. Die Bindung des Pferdes an den Besitzer wird wesentlich intensiver, weil man sich quasi auf der Ebene des Pferdes begegnet und gemeinsam Aufgaben bew\u00e4ltigt. Auf dieser Basis kann man Vertrauen und Respekt in ein gutes Gleichgewicht bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn\nein Pferd\nimmer wieder im Roundpen herumgescheucht wird, zeigt es\nvielleicht aus Angst das erw\u00fcnschte Verhalten, baut jedoch keine\ntiefe Beziehung zum Menschen auf. Stattdessen\nkann man mit detaillierten\nF\u00fchr\u00fcbungen und Bodenarbeit das\nVertrauen des Pferdes st\u00e4rken und souver\u00e4n seinen Respekt\neinfordern. Wenn man es\ndazu bringen will,\nalle Einwirkungen des Menschen zu befolgen, muss\nman Respektlosigkeiten\nsofort korrigieren.\nDaf\u00fcr l\u00e4sst man es\ndie \u00dcbung oder Situation sofort in der richtigen Weise wiederholen,\nalso im korrekten Abstand, in der richtigen Gangart, im gew\u00fcnschten\nMoment usw. Je fr\u00fcher man das unrichtige Verhalten korrigiert, desto\neinleuchtender ist es f\u00fcr das Pferd. Es kommt also nicht darauf an,\nm\u00f6glichst massiv oder einsch\u00fcchternd, sondern unmittelbar beim\n\u00dcberschreiten der Grenze (um einen Zentimeter, um eine Sekunde etc.)\nauf das Pferd einzuwirken.\nDanach wird ihm konkret\nerkl\u00e4rt, wie und wohin es sich bewegen soll, z.\nB. Weichen mit Vor- oder\nHinterhand, Abstand zum Menschen etc. Nebenbei\nwird die vorher korrigierte Situation in verschiedenen Varianten und\nKombinationen ge\u00fcbt und bei richtiger Ausf\u00fchrung deutlich belohnt.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig\nwird das Vertrauen des Pferdes gr\u00f6\u00dfer, denn durch das souver\u00e4ne\nAnleiten in kleinen Lernschritten kann man es oft best\u00e4tigen.\nF\u00fchr\u00fcbungen \u00fcber\nBodenarbeitshindernisse,\nwie\nLabyrinth, Stangen-L, Stern, Plane, Engpass usw.\nwerden\nallm\u00e4hlich\nk\u00f6rperlich\nanspruchsvoller, aber auch interessanter und einleuchtender f\u00fcr das\nPferd, weil es optisch begrenzt wird. Letztlich soll jedes Pferd auf\nfeine Signale des Menschen reagieren und gymnastiziert werden. Sp\u00e4ter\nlernt\nes,\nseinen K\u00f6rperschwerpunkt\nnach\nhinten zu verlagern,\nund\nwird\ndamit auf\nschwierigere\nLektionen, auch\nunter dem Reiter, vorbereitet.\nArbeitet\nman es\nnicht nur an der Hand, sondern auch geritten\n\u00fcber\nBodenarbeitshindernisse, wird es\nauch unter dem Reiter\nVertrauen\naufbauen.\nF\u00fcr\ndas\nPferd macht es einen gro\u00dfen Unterschied, ob es gef\u00fchrt oder\ngeritten wird, denn\nder Mensch befindet sich entweder auf\nderselben Ebene neben dem\nPferd\noder oberhalb\nauf seinem R\u00fccken. Dadurch\nwird jedes Pferd rittiger und lernt mit Bodenarbeitshindernissen\neffektiver, sich mit dem Reiter auszubalancieren.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gelassenheitstraining<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bodenarbeit\nund Gelassenheitstraining gehen in der Regel in einander \u00fcber, denn\num die Arbeit interessant zu halten, wird\nbest\u00e4ndig kombiniert und erg\u00e4nzt.\nNormale Bodenarbeitshindernisse erweitert\nman\ndurch spezifische\nAngstausl\u00f6ser, wie Plastikplanen, Fahnen, Motorfahrzeugen,\nWasserwannen,\nKnall- und Spr\u00fchger\u00e4usche etc. Dabei\nsollte man\nimmer auf eine Steigerung achten, wenn ein Gegenstand oder eine\nSituation gelernt und gelassen\ngemeistert\nwird. Es hat wenig Sinn, \u00fcber Wochen die identischen Reize zu\ntrainieren, die das Pferd l\u00e4ngst akzeptiert hat. Stattdessen sollte\nman kreativ und abwechslungsreich immer neue Eindr\u00fccke vermitteln,\ndamit das Pferd beginnt, solche Angstausl\u00f6ser zu verallgemeinern und\nzuverl\u00e4ssig seinen Fluchtreflex zu unterdr\u00fccken. Wichtig\nist immer, dass nicht das Angst-Haben best\u00e4tigt wird, sondern das\n\u00dcberwinden der Angst. Wenn das Pferd also mit angespannten Muskeln\nund hoher Kopfhaltung alle Viere in den Boden stemmt, sollte man in\ndiesem Moment nicht mit Futter locken, streicheln oder f\u00fcttern. Erst\nwenn es den Kopf senkt und einen Schritt vorw\u00e4rts macht, wird es\nbelohnt. In\nkeinem Fall darf man\nZwang\nauf ein Pferd mit Angst aus\u00fcben, denn dadurch wird das Vertrauen\nzerst\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man ein unkompliziertes erwachsenes und erst recht ein junges oder verdorbenes Pferd betreut, sollte man mit ihm die Grundlagen am Boden erarbeiten. 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