{"id":421,"date":"2019-12-14T11:25:04","date_gmt":"2019-12-14T10:25:04","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=421"},"modified":"2020-02-25T10:31:40","modified_gmt":"2020-02-25T09:31:40","slug":"fuehrtechniken","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/fuehrtechniken\/","title":{"rendered":"F\u00fchrtechniken"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt neben einigen Basistechniken verschiedene Man\u00f6ver, um Wendungen, S-Linien (Diagonalspr\u00fcnge) und enge Drehungen zu absolvieren. Sie m\u00fcssen intensiv ge\u00fcbt werden, damit sich die K\u00f6rpersignale nicht widersprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Basistechniken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprung von vorne <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird mit der F\u00fchrhand an den Sprung herangef\u00fchrt und soll\nselbstst\u00e4ndig springen. Das Ziel ist, dass der Hund auch aus\ngr\u00f6\u00dferer Distanz den Sprung anzieht und \u00fcberwindet. K\u00f6rperbewegung\nund -haltung weisen in Richtung Sprung, Blick und Schultern sind auf\nden Sprung gerichtet. Die\nF\u00fc\u00dfe zeigen immer in die Bewegungsrichtung, das dem Hund n\u00e4here\nBein wird vorgestellt. Die\nF\u00fchrhand macht eine Bewegung von hinten-unten nach vorne-oben (\u201ewie\nbeim Bowling\u201c). Bei\ngr\u00f6\u00dferen Distanzen (Mensch hinter dem Hund) kann ein Sprungkommando\n(\u201eVor\u201c) gegeben werden. Zu\nFehlern kommt es, wenn Spr\u00fcnge nur mit der Hand angezeigt werden\n(vor\nallem ohne den Schritt in Richtung Sprung). Gr\u00f6\u00dfere\nDistanzen m\u00fcssen ge\u00fcbt werden, vor allem wenn sich der Mensch\nw\u00e4hrend des Bew\u00e4ltigens bereits wieder entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprung von hinten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird mit der F\u00fchrhand hinter den Sprung geschickt und soll\nselbstst\u00e4ndig springen. Auch diese Technik sollte m\u00f6glichst aus\ngr\u00f6\u00dferen Distanzen erarbeitet werden. Der\nMensch steht etwa mittig vor der Stange (mehr als eine Arml\u00e4nge\nAbstand), K\u00f6rperbewegung und -haltung weisen auf die Lauflinie\nhinter den Sprung. Blick, Schultern und F\u00fc\u00dfe zeigen auf die\nLauflinie des Hundes, das dem Hund n\u00e4here Bein wird vorgestellt. Die\nF\u00fchrhand schickt den Hund mit einer ruhigen Bewegung hinter den\nSprung, mit der Stimme wird ein Hinten-Kommando gegeben (\u201eHinten\u201c,\n\u201eAu\u00dfen\u201c, \u201eOut\u201c o.\u00e4.). Fehler\nentstehen, wenn die K\u00f6rpersignale\nauf den Sprung anstatt auf die Lauflinie des Hundes weisen oder\nwenn der\nMensch vor dem Ausleger steht (anstatt\nvor der Stange). Bei\nzu wenig Energie der Signale wird der Bogen um den Ausleger zu knapp\ngenommen und die Stange f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tunnelausg\u00e4nge<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>In\nwelche Richtung der Hund nach dem Tunnelausgang dreht,\nist von der Position des Menschen\nvor dem Betreten des Tunnels abh\u00e4ngig. Wenn\nder Hund den Tunnel betritt, muss sich der Mensch mindestens 1 m vor\ndem Tunneleingang befinden. Anderenfalls\nsollte ein Handwechsel gemacht werden, damit der Mensch auf der Seite\nsteht, in die der Hund nach dem Tunnel wenden soll. Wenn\nder Hund in den Tunnel geschickt wird, weisen\nBlick,\nSchultern und F\u00fc\u00dfe auf den Eingang. Mit\nder F\u00fchrhand wird der Hund in den Tunnel geleitet, das\ndem Hund n\u00e4here Bein macht einen Schritt auf den Tunneleingang zu.\nEin\nTunnel-Kommando muss zeitig vor Erreichen des Tunnels gegeben werden.\nNach\ndem Verlassen des Tunnels muss sofort wieder ein Blickkontakt\naufgebaut werden. Zu\nFehlern kommt es, wenn\nder Mensch zu nahe an den Tunneleingang herankommt und\nder Hund immer auf ihn zu dreht (anstatt weg). Richtungs\u00e4nderungen,\ndie im Tunnel kommandiert werden (Sichtzeichen nicht m\u00f6glich),\nbleiben meistens wirkungslos.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tunnelbremse (Tunnel break)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund wird auf eine enge Wendung nach dem Tunnelausgang vorbereitet, erh\u00e4lt die Signale aber vor Betreten des Tunnels. Die Signale werden auf der Seite gegeben, in die der Hund nach dem Tunnel drehen soll, und zwar kurz bevor er den Tunnel betritt, allerdings in beliebiger Entfernung. Blick und Schultern sind auf den Tunneleingang gerichtet, mit der Gegenhand wird eine ruhige Bewegung in Richtung Lauflinie des Hundes gemacht (mit der Handfl\u00e4che gegen den Hund gerichtet) und mit der Stimme kann ein Langsam-Kommando gegeben werden. Soll der Hund nach dem Tunnel eine Kehrtwendung laufen, macht der Mensch einen Rhythmuswechsel, stoppt mit dem dem Hund abgewandten Bein vorne (das F\u00fchrbein vorne w\u00fcrde den Hund beschleunigen) und bremst den Hund mit einer ruhigen Bewegung der F\u00fchrhand von vorne nach hinten (Handfl\u00e4che gegen den Hund gerichtet). Fehler entstehen, wenn die Signale zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t gegeben werden (zu weit vor oder nach dem Tunneleingang) oder wenn beim Rhythmuswechsel das F\u00fchrbein weiter vorne bleibt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andr\u00fccken<\/strong>\t\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund\nsoll vor dem Sprung eine flache Wendung nehmen, damit die Linie zum\nn\u00e4chsten Hindernis optimiert wird (z. B. bei Verleitungen). Der\nMensch l\u00e4uft vor den Sprung, damit der Hund um ihn herumlaufen muss\nund dadurch eine andere Bewegungsrichtung erh\u00e4lt. Blick und\nSchultern sind auf den Absprungpunkt gerichtet, die F\u00fc\u00dfe zeigen\nimmer in die Bewegungsrichtung, das Bein der F\u00fchrhand ist weiter\nvorne und\ndie\nF\u00fchrhand wird tief in Knieh\u00f6he gehalten. Zu\nFehlern kommt es, wenn der\nMensch die Wendung vor dem inneren Ausleger macht (anstatt vor der\nStange). Die\nTechnik wird auch in Kombination\nmit engen Wendungen um einen Ausleger (Wrap, Jaakko Turn) gebraucht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Flache Wendungen (&lt; 45\u00b0)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Japaner (Blind Cross)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nMensch\nbefindet sich vor dem Hund und wechselt zwischen zwei Hindernissen\ndie F\u00fchrhand, der Hund macht nur eine leichte Wendung (45\u00b0-Kurve).\nDabei\nl\u00e4uft der\nMensch auf das n\u00e4chste Hindernis zu und kreuzt vor dem Hund die\nLauflinie, der Blick wechselt mit der F\u00fchrhand von der einen auf die\nandere Seite,\ndie Schultern\nund F\u00fc\u00dfe zeigen immer in Laufrichtung. Die\nF\u00fchrhand wird immer in H\u00fcfth\u00f6he gehalten und wechselt zeitig,\ndamit der Hund die Seite wechseln kann. Der\nHund\nl\u00e4uft am Hindernis vorbei, wenn der\nMensch Blickrichtung und F\u00fchrhand zu fr\u00fch wechselt. Vor\nallem wenn\nder\nMensch w\u00e4hrend des Wechsels nicht den Kopf (Blick) wendet, l\u00e4uft\nder\nHund\nohne Handwechsel weiter.\nWird der Wechsel\nf\u00fcr Wendungen \u00fcber 45 Grad angewandt, l\u00e4uft der Hund weite B\u00f6gen\nbzw. am Hindernis vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schickenwechse<\/strong><strong>l\n(Rear Cross)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird vor dem Menschen \u00fcber das Hindernis geschickt und macht\ndanach eine (leichte) Wendung (45\u00b0-Kurve). Dabei\nl\u00e4uft der\nMensch frontal auf das Hindernis zu (auf den \u00e4u\u00dferen Ausleger) und\nwechselt hinter dem Hund die Laufrichtung. Die\nSchultern zeigen solange auf das Hindernis, bis der Hund sicher\nspringen wird und drehen erst danach in Laufrichtung. Die\nF\u00fchrhand zeigt solange den Sprung an, bis der Hund sicher springen\nwird, und wechselt erst danach. Wenn\nder\nMensch zu sp\u00e4t die Lauflinie hinter dem Hund kreuzt, wendet\nder\nHund\nin die falsche Richtung. Er\nwendet ebenfalls falsch oder verweigert,\nwenn\nder\nMensch zu nah am Sprung ist bzw. der Hund nicht weit genug vor dem\nMenschen.\nAu\u00dferdem kommt es zu Fehlern, wenn Schultern\/F\u00fc\u00dfe\/Blick\nnicht auf den Sprung gerichtet sind bzw. zu fr\u00fch in die neue\nLaufrichtung wenden (Hund\nl\u00e4uft vorbei)\nund wenn der\nMensch zu fr\u00fch die F\u00fchrhand wechselt (Hund\nverweigert).\nEine\nVariante\nist\nder <strong>Whisky\nCross<\/strong>,\nbei\ndem der\nHund seitlich vor dem Menschen \u00fcber den Sprung geschickt wird (in\neiner S-Linie und ohne die Stange vorher zu sehen).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Human\nArrow<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund wird verk\u00fcrzt, indem er frontal \u00fcber einem Sprung abgebremst wird, um danach eine Wendung zu laufen. Der Mensch befindet sich direkt hinter dem Sprung, beide H\u00e4nde mit den Handfl\u00e4chen und Schultern frontal zum Hund. Die F\u00fc\u00dfe zeigen aber in die beabsichtigte Richtung, in die der Hund abwenden soll. Beide H\u00e4nde bremsen den Hund \u00fcber dem Sprung, mit der Stimme kann ein \u201eLangsam\u201c-Kommando\/-Ger\u00e4usch gegeben werden. Zu Fehlern kommt es, wenn der Mensch nicht lange genug beim Sprung wartet (Hund verk\u00fcrzt sich nicht oder l\u00e4uft vorbei), wenn der Mensch zu lange am Sprung wartet und den Hund behindert (Stangenfehler) und wenn der Mensch zu weit weg vom Sprung ist (Hund verk\u00fcrzt nicht).  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Rechtwinklige Wendungen (&gt; 90\u00b0)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Belgier\n<\/strong><strong>(Front\nCross)<\/strong>\n  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nMensch kreuzt die Lauflinie vor dem Hund, dreht frontal zum Hund\nmacht\ndanach einen Handwechsel.\nEr\nkommt zur\nAnwendung\nbei Kurven\nmit mindestens 90\u00b0 (Hund muss einen rechten Winkel laufen). Blick\nund\nSchultern zeigen\nimmer auf die Lauflinie bzw.\nden Absprungpunkt\ndes Hundes. Der\nWechsel der F\u00fchrhand erfolgt, wenn der Hund sicher springen wird.\ngerichtet und\ndie\nSchultern zeigen w\u00e4hrend der Drehung auf den des Hundes. Der\nHund\nspringt weit,\nwenn der Mensch\ndie Schultern nicht zum Absprungpunkt dreht und\nwenn\nder Blick nicht auf die Lauflinie des Hundes gerichtet ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spin (Gegendrehung)<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird durch\neinen Belgier verk\u00fcrzt\nf\u00fcr eine Wendung, dann aber mit derselben Hand weitergef\u00fchrt. Der\nMensch steht nahe dem Ausleger, um den der Hund drehen soll, der\nBlick ist erst auf den Absprungpunkt, und danach in die Lauflinie\ngerichtet. Die\nSchultern sind auf den Absprungpunkt gerichtet, drehen gegen die\nDrehung des \tHundes in die neue Bewegungsrichtung. Die\nF\u00fc\u00dfe zeigen w\u00e4hrend der Drehung auf den Hund und dann in die neue\nBewegungsrichtung. Die\nF\u00fchrhand wird vor der Drehung tief gehalten, danach wieder in\nH\u00fcfth\u00f6he, mit der Stimme kann ein \u201eLangsam\u201c-Kommando\/-Ger\u00e4usch\ngegeben werden. Wenn\nder\nMensch zu sp\u00e4t gegen den Hund dreht, verk\u00fcrzt dieser zu wenig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. S-Linien\/Diagonalspr\u00fcnge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>German<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nMensch schickt den Hund hinter den Sprung, l\u00e4uft selbst vor der\nStange zum anderen Ausleger, schickt den Hund mit der Gegenhand \u00fcber\nden Sprung und f\u00fchrt weiter zum n\u00e4chsten Hindernis (mit oder ohne\nHandwechsel).\nWichtig\nist, dass die Laufbewegung des Menschen schnell genug ist, um den\nHund w\u00e4hrend\ndes Weiterlaufens (zum\nn\u00e4chsten Hindernis)\n\u00fcber die Stange zu\nschicken.\nSobald\nder Hund abgesprungen ist, wird die (neue) F\u00fchrhand angezeigt. Blick\nund Schultern zeigen zun\u00e4chst auf den Landepunkt, dann in die\nLaufrichtung, die F\u00fc\u00dfe sind immer in Laufrichtung. Zu\nFehlern kommt es, wenn der\nMensch versucht, den Hund mit der F\u00fchrhand \u00fcber den Sprung zu\nf\u00fchren (Hund\nverweigert\/rei\u00dft die Stange),\nwenn die\nSchultern zu wenig auf den Landepunkt zeigen (Hund\nverweigert),\nwenn der\nMensch zu wenig Zeit bzw. Platz zum Springen l\u00e4sst (Hund\nrei\u00dft die Stange)\nund wenn der\nMensch r\u00fcckw\u00e4rts anstatt in Laufrichtung l\u00e4uft und zu sp\u00e4t zum\nn\u00e4chsten Hindernis kommt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Backlap<\/strong>\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird hinter den Sprung geschickt, springt diagonal in Richtung\n\u00e4u\u00dferen\nAusleger und dreht auf der anderen Seite des Sprungs wieder in\ndieselbe Laufrichtung. Daf\u00fcr\nschickt der\nMensch den Hund hinter den Sprung, kippt ihn dann aber mit der\nanderen Hand in die urspr\u00fcngliche Laufrichtung (Lap). Der\nMensch steht nahe dem Ausleger vom Sprung und verdeckt die Stange.\nDer\nBlick geht in die Bewegungsrichtung des Hundes, die Schultern zeigen\nauf den zu umlaufenden Ausleger und drehen dann in Laufrichtung. Das\ndem Hund n\u00e4here Bein steht weiter vorne, das andere Bein macht einen\nAusfallschritt entlang des Sprungs (f\u00fcr die Drehung des Hundes). Die\nF\u00fchrhand schickt den Hund hinter den Sprung und wechselt, nachdem\nder Hund gesprungen ist. F\u00fcr\ndie Drehung des Hundes wird die Handfl\u00e4che nach unten gedreht und\nder Arm seitlich gef\u00fchrt (wie Lapturn). Fehler\nentstehen, wenn der\nMensch zu seitlich am Ausleger steht (Hund\nl\u00e4uft vorbei bzw. l\u00e4sst sich nicht kippen),\nwenn der Mensch\nnur einen kleinen Schritt zur Seite macht, um den Hund zu kippen\n(Hund\ndreht auf ihn zu),\nwenn der\nHund zu weit hinausgedr\u00fcckt wird, im senkrechten Winkel springt und\nzum Menschen\ndreht, und\nwenn die Drehbewegung\nmit der neuen F\u00fchrhand zu schnell erfolgt (Hund\nkann nicht richtig reagieren).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forced\nFront Cross<\/strong>\n \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird hinter dem Sprung mit der Gegenhand angenommen und mit der\nF\u00fchrhand \u00fcber den Sprung gef\u00fchrt. Dabei\nsteht der\nMensch hinter dem Sprung, das Bein nahe beim Sprung ist vorne, die\ngleichseitige Hand in Knieh\u00f6he f\u00fcr den Hund sichtbar neben dem\nSprung. Der\nBlick ist erst auf den ankommenden Hund gerichtet, dann auf den\nLandepunkt hinter dem Sprung. Die\nSchultern zeigen erst auf die F\u00fchrhand und drehen dann mit dem Hund\nzum Landepunkt. Mit\nder Stimme wird der Hund an die Hand gerufen. Zu\nFehlern kommt es, wenn der Mensch zu wenig Platz f\u00fcr den Hund l\u00e4sst\n(Hund rei\u00dft die Stange) und wenn der Mensch zu weit weg vom Sprung\nsteht (Hund l\u00e4uft vorbei). Der Hund nimmt den Sprung von der\nfalschen Seite, wenn der\nMensch nicht lange genug wartet, bis der Hund an die Hand gekommen\nist und wenn\nder\nHund mit der falschen Hand angenommen wird und Schultern und F\u00fc\u00dfe\nfrontal zum Hund stehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Enge Drehungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wrap<\/strong>\t\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird von hinten an den Sprung herangef\u00fchrt und m\u00f6glichst eng\num den Ausleger herumgedreht (optimale Lauflinie verl\u00e4uft auf\nderselben Seite). Der\nMensch steht nahe am Ausleger, ohne ihn vollst\u00e4ndig zu verdecken,\nmit der F\u00fchrhand wird der Hund um den Ausleger herumgef\u00fchrt, mit\nder anderen Hand \u00fcber die Stange gef\u00fchrt, gleichzeitig l\u00e4uft der\nMensch weiter. In\neiner anderen Variante wird der Hund gleich mit der Gegenhand \u00fcber\nder Stange (bis Ellbogen) angenommen und \u00fcber den Sprung gef\u00fchrt.\nDie\nSchultern zeigen zum Absprungpunkt und dann in Bewegungsrichtung, das\ndem Hund n\u00e4here Bein ist weiter vorne. Die\nGegenhand wird m\u00f6glichst fr\u00fch und deutlich \u00fcber die Stange\ngehalten und zieht den Hund mit einer ruhigen Bewegung in die\nLaufrichtung. Zu\nFehlern kommt es, wenn der\nMensch nicht lange genug wartet, bis der Hund die Gegenhand\nangelaufen hat, und\nwenn\nder\nMensch r\u00fcckw\u00e4rts l\u00e4uft, w\u00e4hrend der Hund springt, anstatt kurz zu\nwarten und dann in Bewegungsrichtung weiterzulaufen. Au\u00dferdem\nk\u00f6nnte der Hund vorbeilaufen, wenn der\nMensch den Ausleger vollst\u00e4ndig verdeckt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lapturn<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird frontal\nauf den Menschen\nzu gef\u00fchrt, dann mit der Hand vom\nMenschen weggedreht. Der\nMensch steht frontal zum Hund, macht\neinen deutlichen R\u00fcckw\u00e4rtsschritt und dreht den Hund mit\nder F\u00fchrhand vom K\u00f6rper weg (neben ihm,\nnicht vor ihm). Mit\ndem Blick wird sichergestellt, dass der Hund die Hand anl\u00e4uft (ggf.\nverbales Handkommando), w\u00e4hrend\nder Drehung geht der Blick in die neue Bewegungsrichtung. Die\nSchultern zeigen auf die F\u00fchrhand, w\u00e4hrend der Drehung in die\nBewegungsrichtung. Das\ndem Hund n\u00e4here Bein macht einen deutlichen R\u00fcckw\u00e4rtsschritt\n (f\u00fcr die Drehung\ndes Hundes). F\u00fcr\ndie Drehung des Hundes wird die Handfl\u00e4che nach unten gedreht und\nder Arm seitlich gef\u00fchrt, mit der Stimme wird der Hund an die Hand\ngerufen. Fehler entstehen, wenn\ndas Bein nahe der F\u00fchrhand vorne\nist (anstatt einen R\u00fcckw\u00e4rtsschritt\nzu machen), und wenn der\nMensch zu nahe am Sprung steht und zu wenig Platz f\u00fcr den Hund\nl\u00e4sst. Au\u00dferdem\nkommt es zu Fehlern, wenn die\nSchultern\/F\u00fc\u00dfe des Menschen\nnicht in die Bewegungsrichtung zeigen, sondern (nach der Drehung) weg\nvom Sprung, und wenn die\nHand zu hoch\/vor dem K\u00f6rper\/auf der falschen Seite gehalten wird,\nw\u00e4hrend der Hund auf den Mensch zul\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tandem Turn \/ Flick<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund wird mit der F\u00fchrhand an die hintere\/\u00e4u\u00dfere Seite eines\nHindernisses gef\u00fchrt, mit der F\u00fchrhand vom Menschen\nweggedreht\nund mit der anderen Hand \u00fcber das Hindernis gef\u00fchrt. Der\nMensch l\u00e4uft zun\u00e4chst am n\u00e4chsten Hindernis vorbei, veranlasst den\nHund, seiner F\u00fchrhand zu folgen (verbales\nHandkommando),\ndreht ihn dann in die neue Bewegungsrichtung (weg vom Menschen) und\nf\u00fchrt mit der neuen F\u00fchrhand weiter. Blick und Schultern sind\nzun\u00e4chst auf den Absprungpunkt gerichtet, w\u00e4hrend der Drehung\nwerden die Schultern gegen den Hund und dann wieder in die neue\nLauflinie gerichtet. F\u00fcr\ndie Drehung ist das dem Hund n\u00e4here Bein weiter vorne, die F\u00fchrhand\nwird in Knieh\u00f6he gehalten, mit einer Drehung der Handfl\u00e4che nach\noben wird der Hund gedreht. Manche\nHunde lassen sich nur mit der Gegenhand vom K\u00f6rper wegdrehen.\nFehler\nentstehen, wenn die\nF\u00fchrhand vor dem Menschen und\/oder zu hoch gehalten wird, sodass der\nHund sie nicht sieht und nicht reagiert. Au\u00dferdem\ndreht der Hund zum Menschen, wenn sich der\nMensch bei der Drehung nicht mehr vor\/neben dem Hund befindet,\nsondern dahinter (Einleitung der Drehung zu sp\u00e4t). Der\nHund l\u00e4uft zu fr\u00fch in Richtung Sprung, wenn der\nMensch zu wenig Platz f\u00fcr die Drehung des Hundes l\u00e4sst. Eine\nkomplette Drehung \u00fcber einem Sprung (um den inneren Ausleger) wird\nals Flick bezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt neben einigen Basistechniken verschiedene Man\u00f6ver, um Wendungen, S-Linien (Diagonalspr\u00fcnge) und enge Drehungen zu absolvieren. Sie m\u00fcssen intensiv ge\u00fcbt werden, damit sich die K\u00f6rpersignale nicht widersprechen. 1. Basistechniken Sprung von vorne Der Hund wird mit der F\u00fchrhand an den Sprung herangef\u00fchrt und soll selbstst\u00e4ndig springen. Das Ziel ist, dass der Hund auch aus gr\u00f6\u00dferer &hellip; <a href=\"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/fuehrtechniken\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">F\u00fchrtechniken<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/421"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":441,"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/421\/revisions\/441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}