{"id":411,"date":"2019-12-12T10:50:34","date_gmt":"2019-12-12T09:50:34","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=411"},"modified":"2021-05-05T18:35:35","modified_gmt":"2021-05-05T16:35:35","slug":"basisuebungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/basisuebungen\/","title":{"rendered":"Basis\u00fcbungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Spielen\nmit Spielzeug<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund soll jederzeit durch Spielen in einen motivierten und\n(emotional)\nentspannten Zustand gebracht werden. Dabei\nist Spielen immer eine Best\u00e4tigung f\u00fcr eine erfolgreich absolvierte\nAufgabe und f\u00f6rdert bzw. erh\u00e4lt Motivation und Trieblevel. Die\nBest\u00e4tigung muss allerdings immer im richtigen Zeitfenster erfolgen\n(innerhalb 1 sec.), also sofort nach einer \u00dcbung (und nicht\nerst nach dem Kommentar des Trainers!). Grunds\u00e4tzlich\nmuss die Motivation immer hoch sein und nimmt normalerweise mit dem\nGrad der Ausbildung zu (= alle Hunde werden schneller). Eine\nnachlassende Motivation erkennt man daran, dass der Hund zunehmend\nlangsamer l\u00e4uft, schn\u00fcffelt, sich leicht ablenken l\u00e4sst und\nausweicht (Meideverhalten). Die Ursachen k\u00f6nnen in\nGesundheitsproblemen, Verunsicherung, \u00dcberforderung und zu viel\nDruck bestehen. Durch Spielen, h\u00e4ufiges Best\u00e4tigen und Senken der\nAnforderungen (einfache Techniken, gerade Linien,\nLieblingshindernisse) sollte\ndie Motivation wieder gesteigert werden. Gleichzeitig kann man durch\nSpielen die Arbeitsdistanz beeinflussen, denn H\u00fcte- und generell\nhochtriebige (eigenst\u00e4ndige)\nHunde haben eine gr\u00f6\u00dfere, Begleithunde und weniger triebige eine\nkleinere Arbeitsdistanz. Zu den L\u00f6se\u00fcbungen geh\u00f6rt das Werfen (und\nApportieren lassen) des Spielzeugs, weil es die Distanz zum Menschen\nvergr\u00f6\u00dfert, das Triebverhalten aktiviert (Jagen, Hetzen), sowie\nDynamik und Bewegungsfreude erh\u00f6ht. Zerrspiele geh\u00f6ren zu den\nBindungs\u00fcbungen und verkleinern die Arbeitsdistanz, aktivieren das\nTriebverhalten (Beutegriff, Totsch\u00fctteln) und verbessern die\nKooperation mit dem Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Clicker-Training<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund\nwird auf ein Klick-Ger\u00e4usch konditioniert, das quasi ein Versprechen\nauf eine Belohnung bedeutet. Durch\ndiese\npr\u00e4zise positive Best\u00e4rkung kann gezielt jedes erw\u00fcnschte\nVerhalten gef\u00f6rdert werden, denn\nder\nMoment der richtigen Ausf\u00fchrung wird genau gekennzeichnet (besonders\nwichtig\nbei cleveren Hunden). Da\nder Reaktionszeitraum f\u00fcr eine funktionierende Best\u00e4tigung nur ca.\n1 sec. betr\u00e4gt, sind die Lernerfolge erheblich effektiver.\n\u00c4ngstliche\nund sch\u00fcchterne Hunde (z. B. aus dem Tierschutz) fassen schneller\nVertrauen und erlernen die\nKooperation mit dem Menschen, denn\nsie kommen direkt nachvollziehbar durch ihr Verhalten zum Erfolg.\nZus\u00e4tzlich\nk\u00f6nnen komplexe Bewegungsabl\u00e4ufe durch Shaping (=\nVerhalten\nformen) erarbeitet werden. Dabei bietet der Hund von selbst Haltungen\nund Bewegungen an, die dann entweder ignoriert oder best\u00e4tigt\nwerden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anschauen<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund lernt, dem Menschen (auch bei Ablenkung) in die Augen zu schauen, denn letztlich soll er nicht auf die H\u00e4nde (mit Futter), sondern zun\u00e4chst auf den Blick, sp\u00e4ter auf andere K\u00f6rpersignale des Menschen achten. In hartn\u00e4ckigen F\u00e4llen (wenn der Hund h\u00e4ufig in Positionen gelockt wurde!) kniet der Mensch mit ausgebreiteten Armen frontal vor dem Hund und best\u00e4tigt ihn (mit Futter), wenn der Hund ihm in die Augen schaut. Die Futterbest\u00e4tigungen m\u00fcssen wahlweise mit rechts oder links erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>An\ndie Hand kommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund lernt, auf Signal die Hand des Menschen anzulaufen und ihr zu\nfolgen, denn\ner muss\nunterscheiden, ob er die Hand des Menschen anlaufen (f\u00fcr ein\nMan\u00f6ver) oder selbstst\u00e4ndig ein Hindernis anziehen soll. Deshalb\nsollte ein Handkommando (H\u00f6rzeichen\n\u201eTouch\u201c,\n\u201eDa, da\u201c, \u201eHand\u201c,\n\u201eFollow\u201c\no.\u00e4.)\ninklusive\neiner einladenden Geste aufgebaut\nwerden (m\u00f6glich ab Welpenalter). Ein\nFutterst\u00fcck wird in der geschlossenen Hand verborgen und der Hund\nwird bei Ber\u00fchrung der Hand sofort damit best\u00e4tigt. Wichtig\nist, auf die Ber\u00fchrung der Hand zu bestehen, weil sich sonst die\nDistanz zu sehr vergr\u00f6\u00dfert (besonders bei triebstarken Hunden mit\ngro\u00dfer Arbeitsdistanz). Wenn\nder Hund sicher an die Hand herankommt, k\u00f6nnen kleine Man\u00f6ver\n(Wegdrehen etc.) angeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Position zwischen den Beinen des Menschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit\neinem H\u00f6rzeichen (\u201eHome\u201c, \u201eBein\u201c, \u201ebetween\u201c, \u201emezzo\u201c,\n\u201emiddle\u201c u. \u00e4.) begibt sich der Hund\nvon hinten nach vorne zwischen die Beine des Menschen. Sie\nwird bevorzugt\nals Startposition verwendet, denn\nder Hund\nkann gut ausgerichtet und positioniert\nwerden. Gleichzeitig\nbedeutet\nsie\nf\u00fcr den Hund \u201eArbeitsbeginn\u201c (bzw. \u201eSpa\u00dfbeginn\u201c) und\nsteigert Konzentration\nund Trieblevel. Da\ndiese Position eigentlich eine dominante Haltung des Menschen\ndarstellt, muss sie ge\u00fcbt und oft best\u00e4tigt werden (inkl.\nintensivem Beinkontakt). Ob eine\nsitzende oder liegende Position verlangt wird, kann sich nach dem\nHund richten (Hunde mit starkem H\u00fctetrieb bevorzugen die liegende\nPosition). Sp\u00e4ter\nwird\ndie Position in verschiedenen Winkeln und Kombinationen (mit anderen\n\u00dcbungen) trainiert (Home\n\u2013 Platz\/Bleib \u2013 Home \u2013 Sitz\/Bleib etc.). Als Variante kann der\nHund im Stehen in einer Acht um die Beine (ggf. mit\nRichtungskommandos) oder im Gehen im Slalom durch die Beine gef\u00fchrt\nwerden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Statische Positionen und Bleiben (Sitzen, Liegen, Stehen)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund\nkann jederzeit in eine gew\u00fcnschte Position gebracht werden und\nwartet dort bis zum Aufl\u00f6sungs- oder n\u00e4chsten Kommando. Sie\ndienen als Gehorsams\u00fcbungen\n(Hund wird begrenzt) und\nim\n\u00dcbungsablauf muss der Hund jederzeit an gew\u00fcnschter Stelle warten\nk\u00f6nnen. Dabei\nwird der Hund in eine sitzende (H\u00f6rzeichen \u201eSitz\u201c, \u201eSit\u201c u.\n\u00e4.) bzw. liegende Position (H\u00f6rzeichen \u201ePlatz\u201c, \u201eDown\u201c u.\n\u00e4.) gebracht und best\u00e4tigt, danach werden allm\u00e4hlich Distanz und\nWartezeit vergr\u00f6\u00dfert. Zus\u00e4tzlich kann ein Wartekommando\n(H\u00f6rzeichen \u201eWarte\u201c, \u201eWait\u201c, \u201eBleib\u201c u. \u00e4.) erarbeitet\nwerden. Als Voraussetzung f\u00fcr R\u00fcckw\u00e4rts sollte der Hund in\nfrontaler Stellung zum Menschen stehen (H\u00f6rzeichen \u201eSteh\u201c,\n\u201eStand\u201c u. \u00e4.) k\u00f6nnen. Eine\nVariante besteht\nim\nFlach-Liegen mit den H\u00f6rzeichen \u201eRelax\u201c, \u201eLiegen\u201c, \u201ePeng\u201c,\n\u201eTot\u201c u. \u00e4., aus\nder auch eine Rolle entwickelt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckw\u00e4rts<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund\nl\u00e4uft schrittweise r\u00fcckw\u00e4rts als\nGehorsams\u00fcbung\n(Hund muss weichen) und\num K\u00f6rperbewusstsein\nund Koordination der Hinterbeine zu\nsteigern. Mit einem H\u00f6rzeichen (\u201eZur\u00fcck\u201c,\n\u201eBack\u201c, \u201eRetour\u201c u. \u00e4.)\nwird der Hund aus\ndem Stand zu einem R\u00fcckw\u00e4rtsschritt gebracht und best\u00e4tigt, danach\nwird die Schrittanzahl erh\u00f6ht. Sp\u00e4ter\nkann der Hund\nauf Objekte (Brett, kleines Podest, Balance-Kissen etc.) r\u00fcckw\u00e4rts\ngerichtet werden (Vorbereitung f\u00fcr Kontaktzonenarbeit 2\/2).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorderpfoten\neinzeln in die Hand<\/strong>\t<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund soll die angezeigte Pfote selbstst\u00e4ndig in die Hand des Menschen legen, sie darf nicht vom Menschen genommen oder festgehalten werden. Dabei wird der Hund erst zum Anheben einer Pfote gebracht und best\u00e4tigt, danach werden H\u00f6he und Position in die Hand des Menschen geformt. Zum Schluss kommen H\u00f6rzeichen, wie \u201ePfote\u201c, \u201eTip\u201c \/ \u201eTap\u201c, High-five\u201c, \u201eWave\u201c u. \u00e4. hinzu. F\u00fcr Junghunde stellt sie eine beliebte Anfangs\u00fcbung dar (Erkundungsverhalten), weiterhin k\u00f6nnen Schultern und Vorderl\u00e4ufe aufgew\u00e4rmt und gedehnt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbeugen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf\ndas H\u00f6rzeichen \u201eYoga\u201c soll der\nHund mit den Vorderbeinen flach auf dem\nBoden liegen und mit den Hinterbeinen stehen bleiben. Das\nZiel der \u00dcbung ist das Aufw\u00e4rmen\nund Dehnen von R\u00fccken, Bauch und Vorderl\u00e4ufen. Der\nHund wird aus der stehenden in eine vorne erniedrigte Position\ngelockt, z. B. unter das Bein des am Boden sitzenden Menschen. Sollte\ner sich immer wieder komplett hinlegen, kann das mit der Hand\nverhindert werden. H\u00fctehunde bieten rassebedingt eher das Hinlegen\nan, f\u00fcr andere Hunde stellt die \u00dcbung eine willkommene Variante\ndar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aufrechte Haltung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund\nbleibt in einer aufrechten Haltung auf den Hinterl\u00e4ufen sitzend ohne\nBodenkontakt\nder Vorderbeine. Sie\ndient als Balance-\u00dcbung\nund\nerh\u00f6ht\ndie\nStabilit\u00e4t\nder Wirbels\u00e4ule. Zun\u00e4chst\nwird der Hund aus einer sitzenden in eine aufrechte Position gebracht\nund best\u00e4tigt (H\u00f6rzeichen \u201eH\u00e4sli\u201c,\n\u201eHoch\u201c, \u201eUpright\u201c u. \u00e4.).\nWenn der\nHund die Position l\u00e4nger halten kann, wird an einer Streckung der\nHinterbeine (Aufstehen in einer aufrechten Position) gearbeitet (=\nKraftaufbau Hinterhand).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorderpfoten auf Podest und Hinterbeine seitw\u00e4rts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund stellt beide Vorderpfoten auf ein kleines Podest (ca. 20 x 20 cm Grundfl\u00e4che, H\u00f6he ca. 10 cm) und geht mit den Hinterbeinen seitw\u00e4rts. Dadurch wird die Koordination von Vor- und Hinterhand getrennt (vorne statisch, hinten seitw\u00e4rts). Zun\u00e4chst wird der Hund dazu gebracht, mit beiden Vorderpfoten das Podest zu besteigen und diese Position zu halten (H\u00f6rzeichen \u201eVorne\u201c, \u201eFront\u201c, \u201eForefeet\u201c, \u201eWood\u201c u. \u00e4.). Wenn der Hund die Position ruhig halten kann, wird an einem Schritt seitw\u00e4rts (mit einem Hinterbein) gearbeitet. Sp\u00e4ter lernt der Hund, in beide Richtungen mit der Hinterhand seitw\u00e4rts zu weichen (und vorne stehen zu bleiben).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorderpfoten auf Unterarm und Kopf unterhalb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund stellt aus einer sitzenden Position beide Vorderpfoten auf den abgewinkelten Unterarm des knieenden Menschen und nimmt den Kopf unterhalb seiner Ellenbogen. Dadurch kann man Balance und K\u00f6rperkoordination verbessern und erzielt eine Dehnung der Halswirbels\u00e4ule. Zun\u00e4chst wird der Hund in eine sitzende Position gebracht und soll sich mit beiden Vorderpfoten auf den Unterarm des Menschen abst\u00fctzen. Wenn die Position sicher eingenommen und gehalten werden kann, wird er mit dem Kopf unterhalb des Unterarms gelockt und best\u00e4tigt (H\u00f6rzeichen \u201eKuckuck\u201c). Als Variante kann die \u00dcbung aus dem Stehen entwickelt werden, bei  kleinen Hunden auch auf den Unterarm, bei gro\u00dfen z. B. auf ein Gel\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorderpfoten an die Wand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund st\u00fctzt sich aus dem Stehen mit den Vorderpfoten an die Wand, um K\u00f6rperkoordination und Balance zu verbessern und die Hinterhand zu kr\u00e4ftigen. Zun\u00e4chst  wird der Hund vor der Wand positioniert und dazu gebracht, sich aufrecht mit den Vorderpfoten abzust\u00fctzen (H\u00f6rzeichen \u201eFront\u201c, \u201eWand\u201c, \u201eWall\u201c o.\u00e4.). Die Position soll erst auf ein Aufl\u00f6sungskommando verlassen werden. Sp\u00e4ter wird die Distanz vergr\u00f6\u00dfert, damit der Hund selbstst\u00e4ndig vor die Wand l\u00e4uft und die \u00dcbung ausf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinterf\u00fc\u00dfe auf ein Brett (Vor\u00fcbung f\u00fcr Kontaktzonenarbeit 2\/2)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund lernt die Schlussposition Kontaktzonenarbeit 2\/2 (= Vorderf\u00fc\u00dfe auf dem Boden, Hinterf\u00fc\u00dfe auf dem Ger\u00e4t). Sp\u00e4ter soll der Hund selbstst\u00e4ndig die Schlussposition auf dem Kontaktzonenger\u00e4t einnehmen (H\u00f6rzeichen \u201eStop\u201c oder Kommando f\u00fcr das Kontaktzonenger\u00e4t u. \u00e4.). Im Aufbau lernt der Hund in kleinen Schritten, erst das Brett zu besteigen, sp\u00e4ter die Schlussposition einzunehmen und dort zu warten. W\u00e4hrend des weiteren Ger\u00e4teaufbaus wird dann mit gr\u00f6\u00dferen Distanzen und zunehmender Bewegungsdynamik des Menschen gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schubkarre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Hinterhand des Hundes wird hochgehalten, damit er sich nur auf den Vorderbeinen abst\u00fctzen kann. Das Ziel besteht in der St\u00e4rkung des Bandapparates der Vorhand. Zun\u00e4chst wird der Hund an das Hochheben gew\u00f6hnt, indem aus der stehenden Position zwischen den Beinen des Menschen beide Hinterbeine unterhalb der Knie umfasst und minimal angehoben werden. Auf einen Zielpunkt (Futtersch\u00fcssel) zu wird er dazu gebracht, langsame Vorw\u00e4rtsschritte in dieser Position zu machen (H\u00f6rzeichen \u201eMove\u201c, \u201eEasy\u201c o. \u00e4.). Sp\u00e4ter kann die Hinterhand h\u00f6her gehoben (mehr Last auf der Vorhand) oder als Variante auf einem einseitig erh\u00f6hten Brett (Kontaktzonenarbeit) erarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drehungen in der Bewegung<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund\ndreht sich um die eigene Achse (rechts- oder linksherum) als\nDehn-\nund Aufw\u00e4rm\u00fcbung f\u00fcr die Wirbels\u00e4ule, um\ndie Beweglichkeit der Wirbels\u00e4ule zu erh\u00f6hen und als Vor\u00fcbung\nf\u00fcr Richtungskommandos und enge Wendungen (F\u00fchrtechniken). Der\nHund wird mit einer Kreisbewegung der Hand um die eigene Achse\ngedreht. Sp\u00e4ter\nsollte eine kleine Handbewegung ausreichen, um den Hund in die\ngew\u00fcnschte Richtung zu drehen. Drehungen\nk\u00f6nnen aus der Bewegung, aus dem Stand, frontal zum Menschen und\nseitlich neben ihm ge\u00fcbt werden (H\u00f6rzeichen \u201eRechts\u201c,\n\u201eLinks\u201c, \u201eTurn\u201c, \u201eTwist\u201c  u. \u00e4.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Objekte umlaufen (Vor\u00fcbung Spr\u00fcnge, F\u00fchrtechniken)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund lernt, Objekte (z. B. Pylonen, Ausleger) zu umkreisen (H\u00f6rzeichen \u201eRum\u201c, \u201eHinten\u201c, \u201eMove\u201c u. \u00e4.) und wird damit auf Spr\u00fcnge und F\u00fchrtechniken vorbereitet. Als wichtige Vor\u00fcbung zur Fokussierung lernt der Hund, ein Objekt zu umlaufen, w\u00e4hrend der Mensch bereits in einer Gegenbewegung zur n\u00e4chsten Position l\u00e4uft. Anfangs wird der Hund erst im geringen Abstand um ein Objekt geschickt und best\u00e4tigt. Der Abstand wird vergr\u00f6\u00dfert, bis sich der Hund (mehrere Meter) vom Menschen wegbewegt, um das Objekt zu umlaufen. Mit zunehmender Sicherheit geht der Mensch in eine Gegenbewegung, bevor der Hund das Objekt erreicht hat.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bouncen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei springt der Hund mit einem Bogen an Wand oder Baum und st\u00fctzt sich dabei an den senkrechten Teil ab. Diese dynamische \u00dcbung verbessert K\u00f6rperkoordination und Wirbels\u00e4ulenbeweglichkeit. Zun\u00e4chst lernt der Hund an einem schr\u00e4g gestellten Brett, \u00fcber das abgest\u00fctzte Bein des Menschen zu laufen. Es sollten beide Seiten trainiert werden, damit das jeweils innere Beinpaar mehr belastet wird. Danach wird das Brett immer steiler gestellt, bis die \u00dcbung auch an der Senkrechten ausgef\u00fchrt werden kann (Wand, Baum). Mit zunehmender Dynamik werden die K\u00f6rperhilfen des Menschen abgebaut (abgest\u00fctztes Bein), bis der Hund auch auf Distanz und das H\u00f6rzeichen \u201eBounce\u201c die \u00dcbung kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Impulskontrolle<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nHund lernt, seinen ersten Impuls (zu jagen\/h\u00fcten etc.) zu\nkontrollieren, um\nSelbstbeherrschung zu entwickeln (H\u00f6rzeichen\n\u201eWarte\u201c, \u201eBleib\u201c etc. in Kombination mit einem Freigabe- oder\nSpielkommando \u201eOk\u201c, \u201eYes\u201c, \u201eGet it\/Get your Toy\u201c u. \u00e4..).\nImpulskontrolle\nist vor allem f\u00fcr triebstarke Hunde wichtig, damit sie f\u00fchrbar\nbleiben und z. B. (entspannt) andere Hunde im Parcours beobachten\nk\u00f6nnen,\nohne in gro\u00dfe Erregung zu geraten.\nAllerdings\nmuss man beachten, dass sich dadurch Konzentration,\nGed\u00e4chtnisleistungen und Frustrationstoleranz verschlechtern. Wenn\nein (triebstarker) Hund Schwierigkeiten hat, seine Impulse unter\nKontrolle zu behalten (z. B. beim Zuschauen), werden seine eigenen\nTrainingsleistungen schlechter. Weiterhin wird Impulskontrolle unter\nStress (= erh\u00f6hter Cortisolspiegel) erschwert. Daher muss bei Angst,\nAggression oder auch Frustration die Impulskontrolle in kleinen\nSchritten aufgebaut (und immer wieder aufgel\u00f6st) werden. Zun\u00e4chst\nlernt der Hund im Alltag, auf die Freigabe von Futter, Spielzeug zu\nwarten (z. B. Sitzen vor der Futtergabe). Ein\nSpielzeug wird zun\u00e4chst langsam, sp\u00e4ter schneller vom Hund\nwegbewegt, w\u00e4hrend der Hund warten muss. Danach\nk\u00f6nnen Dynamik und Distanz vergr\u00f6\u00dfert werden, bis der Hund z. B.\naus vollem Lauf in Richtung Spielzeug in die Liegeposition gebracht\nwerden kann. \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spielen mit Spielzeug Der Hund soll jederzeit durch Spielen in einen motivierten und (emotional) entspannten Zustand gebracht werden. Dabei ist Spielen immer eine Best\u00e4tigung f\u00fcr eine erfolgreich absolvierte Aufgabe und f\u00f6rdert bzw. erh\u00e4lt Motivation und Trieblevel. 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