{"id":256,"date":"2019-11-07T11:44:37","date_gmt":"2019-11-07T10:44:37","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=256"},"modified":"2021-05-05T18:17:12","modified_gmt":"2021-05-05T16:17:12","slug":"alter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/reiten\/pferdewerkstatt\/alter\/","title":{"rendered":"Was tun bei &#8230; Alterser-scheinungen und Handicaps?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>1. Entstehung von Langzeitdefiziten und Handicaps<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kein Pferd entwickelt \u201eaus heiterem Himmel\u201c Langzeitdefizite und Handicaps, sondern seine k\u00f6rpereigenen Ausgleichsmechanismen waren bereits lange Zeit \u00fcberfordert. Haltung und Training haben dabei einen derma\u00dfen gro\u00dfen Einfluss, dass sie unbedingt in die Therapie(n) miteinbezogen werden m\u00fcssen. Nimmt man \u00fcber l\u00e4ngere Zeit M\u00e4ngel in Haltung oder Reiten in Kauf, werden sie sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter negativ auf die Gesundheit des Pferdes auswirken. Au\u00dferdem kann man auch bei vorhandenen K\u00f6rpersch\u00e4den viel erreichen, etwa durch eine verbesserte Haltung (z. B. mehr Schrittbewegung), durch eine optimierte F\u00fctterung (z. B. mehr Raufutter), mit einem gezielten Aufbautraining (z. B. Dehnungs\u00fcbungen) und ausgew\u00e4hlten (alternativen) Therapiemethoden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Kombination mehrerer Therapien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte man effektive Therapien kombinieren k\u00f6nnen, wie Pflanzenheilkunde und Bioresonanz mit schulmedizinischen Ma\u00dfnahmen, damit ein Behandlungsverlauf nicht unn\u00f6tig in die L\u00e4nge gezogen wird und vor allem die Schmerzbelastung m\u00f6glichst gering bleibt. Verschlei\u00dferscheinungen, z. B. an Gelenken, entstehen nicht automatisch durch hohes Alter, sondern durch muskul\u00e4re Defizite, die den Bewegungsapparat nicht gen\u00fcgend st\u00fctzen. Da sie durch den Abbau der Knorpelmasse mit Schmerz einhergehen, kann ein (chemisches) Schmerzmittel angezeigt sein, bis die Muskulatur durch ein gezieltes Aufbautraining wieder gest\u00e4rkt ist. Naturheilkundliche Therapien unterst\u00fctzen dabei Entgiftung und Regeneration s\u00e4mtlicher K\u00f6rperstrukturen und verhindern Autoimmunprozesse, die zu weiteren Verschlimmerungen f\u00fchren.   <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/47-Futterneid-724x1024.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-399\" srcset=\"https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/47-Futterneid-724x1024.gif 724w, https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/47-Futterneid-212x300.gif 212w, https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/47-Futterneid-768x1086.gif 768w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>3. Dauermedikamente<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sind aufgrund der Defizite Dauermedikamente notwendig, wie Schmerzmittel, Cortison u. a., sollten Nebenwirkungen durch Begleittherapien aufgefangen werden. Jede Schmerzmedikation greift die Magenschleimh\u00e4ute an und muss daher durch entsprechende Mittel unterst\u00fctzt werden. Bei h\u00e4ufigen Antibiotikabehandlungen wird eine regelm\u00e4\u00dfige Darmsanierung unverzichtbar, weil sich sonst massive Stoffwechselentgleisungen nicht verhindern lassen. Sind st\u00e4ndige Cortisongaben notwendig, wird allerdings fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die k\u00f6rpereigene Cortisolproduktion eingestellt. Das Entgleisen des Hormonhaushaltes l\u00e4sst sich dann auch mit effektiven Naturheilverfahren nicht mehr aufhalten. Deshalb sollte man Dauermedikationen m\u00f6glichst lange hinausz\u00f6gern und alle chemischen Mittel durch pflanzliche und andere naturheilkundliche Pr\u00e4parate erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>\n<strong>4.\nAltersweide oder nicht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Pferdebesitzer sind der Meinung, die Ideall\u00f6sung f\u00fcr ihren Senior (oder Fr\u00fchrentner) in ganzt\u00e4gigem Weidegang und \u201eDauer-Arbeitslosigkeit\u201c gefunden zu haben. Dabei nehmen Schmerzbelastungen durch den Muskelabbau noch zu, denn das Pferd bewegt sich in der Regel zu wenig, auch nicht bei weitl\u00e4ufiger Offenstallhaltung. Bisher konnten Gelenke und Wirbels\u00e4ule noch durch trainierte Muskeln einigerma\u00dfen gest\u00fctzt und vor weiterem Verschlei\u00df bewahrt werden. Nun findet keinerlei Dehnung und (angepasste) Belastung mehr statt und das Pferd kann seinen Muskulaturstatus nicht mehr aufrechterhalten. Dazu kommen die (schwierige) Integration in eine neue Pferdegruppe und der Verlust der Bezugsperson, denn nur in Ausnahmef\u00e4llen kann der Senior t\u00e4glich besucht werden. Wenn ein Pferd-Reiter-Team \u00fcber Jahre (fast) jeden Tag zusammen verbracht hat, kann der Besitzer seine Entscheidung zwar rational begr\u00fcnden, aber das Pferd wird aus seiner gewohnten Umgebung gerissen und hat gleichzeitig keinen intensiven Kontakt mehr zu seinem Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Betreuung eines Seniors<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen l\u00e4sst sich die umfassende Betreuung eines Pferdeseniors (oder Fr\u00fchrentners) im heimatlichen Stall gut organisieren, denn in einer weitl\u00e4ufigen Offenstallhaltung (z. B. mit anderen Senioren oder ruhigen Vertretern), mit ausgew\u00e4hlten Therapien und einem entsprechenden Bewegungsprogramm kann man noch viel erreichen. Vor allem Dressurarbeit sollte auf dem Trainingsplan jedes Dauerpatienten stehen, denn Dehnungs- und Kr\u00e4ftigungs\u00fcbungen erhalten weitestgehend die Muskelkraft, durch die Gelenke und Wirbels\u00e4ule gest\u00fctzt werden. Meistens muss man die Aufw\u00e4rmzeiten verl\u00e4ngern und mehr Pausen in der Arbeitsphase einlegen, aber eine gut durchtrainierte Muskulatur verhindert Verschlimmerungen und weitere Sch\u00e4den. Zus\u00e4tzlich senkt sich das allgemeine Verletzungsrisiko, denn B\u00e4nder und Sehnen in Gelenkn\u00e4he halten unvorhergesehenen Belastungen besser stand. Das Herz-Kreislaufsystem und die Durchblutungsverh\u00e4ltnisse werden durch die regelm\u00e4\u00dfige Arbeit unterst\u00fctzt. Man sollte aber \u00dcberforderungen vermeiden und auf Regelm\u00e4\u00dfigkeit achten, denn Reitpausen von mehr als vier Tagen beg\u00fcnstigen Muskelkater und Zerrungen. Bei einer intensiven Bindung zwischen Pferd und Besitzer wird der (Fr\u00fch-)Rentner nicht einfach \u201eweggestellt\u201c, sondern findet neue Aufgaben als Therapiepferd, Lehrpferd unter einem Reitanf\u00e4nger oder \u201eruhender Pol\u201c bei der Arbeit mit Jungpferden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Herzschw\u00e4che<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Pferde entwickeln im Alter Herzschw\u00e4chen, sollten aber nicht (abrupt) aus dem Trainng genommen werden. Manchmal entstehen sie durch verschleppte Erk\u00e4ltungskrankheiten und lassen sich dann gut therapeutisch beeinflussen. In einer weitl\u00e4ufigen Offenstallhaltung k\u00f6nnen die Pferde sich den ganzen Tag moderat bewegen und f\u00f6rdern dadurch Kreislauffunktion, Durchblutung und Darmt\u00e4tigkeit. Mit Kr\u00e4utern, wie Wei\u00dfdorn, Herzgespannkraut und Gingko, kann man das Herz-Kreislaufsystem dauerhaft unterst\u00fctzen, zus\u00e4tzliche Kr\u00e4uter f\u00fcr Stoffwechsel und andere Organsysteme k\u00f6nnen bei Bedarf gegeben werden. Gleichzeitig sollte man den Senior durch regelm\u00e4\u00dfige Arbeit fit halten, an guten Tagen unter dem Reiter, an schlechten Tagen durch Bodenarbeit und Longieren. Vor allem die Dehnung der Muskulatur und der Konditionserhalt stehen dabei im Vordergrund, allerdings muss man unbedingt \u00dcberforderungen vermeiden und auf Regelm\u00e4\u00dfigkeit achten. Sporadische Ausritte sind eher ung\u00fcnstig, weil sich die Reitmuskulatur zu sehr abbaut. Muskelkater und Zerrungen entstehen durch Reitpausen von mehr als vier Tagen, ein Senior zeigt steife Bewegungen bereits nach zwei Tagen ohne gezielte Dehnungsgymnastik.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Arthrose<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Arthrose sollte man die weitere Zerst\u00f6rung der Gelenkstrukturen zumindest aufhalten. In jedem Fall sollte man mit einer Bioresonanztherapie vorhandene Autoimmuntendenzen, Entz\u00fcndungen und Verschlackungen beseitigen. Andererseits sollte ein Arthrosekranker jederzeit einem Tierarzt vorgestellt werden, wenn die Schmerzbelastung gestiegen ist und das Pferd nur noch herumsteht. Eine gro\u00dfz\u00fcgige Offenstallhaltung mit Bewegungsanreizen hilft, die Durchblutung und Beweglichkeit der Gelenke zu f\u00f6rdern. Durch Erg\u00e4nzungen mit Teufelskralle, Hagebutte, Kurkuma, Gr\u00fcnlippmuschel und L\u00f6wenzahnwurzel kann man gezielt die Gelenke unterst\u00fctzen. Gleichzeitig muss man unbedingt korrekte Dehnungs- und Kr\u00e4ftigungs\u00fcbungen durchf\u00fchren, an schlechten Tagen an der Hand, an guten Tagen unter dem Reiter. Damit wird die Muskelkraft weitestgehend erhalten, durch die Gelenke und Wirbels\u00e4ule gest\u00fctzt werden. Meistens m\u00fcssen die Aufw\u00e4rmzeiten verl\u00e4ngert und mehr Pausen in der Arbeitsphase eingelegt werden, aber eine gut durchtrainierte Muskulatur kann Verschlimmerungen und weitere Sch\u00e4den am besten verhindern. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. Cushing-Syndrom<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Equinen Cushing-Syndrom kommt es zu verschiedenen Symptomen, die h\u00e4ufig vereinzelt auftreten und dadurch eine richtige Diagnose verz\u00f6gern. Der vermehrte Durst und Urinabsatz bleiben oft unbemerkt und der Muskelabbau mit einer relativen Fettzunahme wird dem Alter zugeschrieben. Die Stoffwechselsymptome wie Magenprobleme, Abmagerung, Durchfall und Kotwasser sind ebenso h\u00e4ufig Prim\u00e4rerkrankungen des Verdauungssystems und verlangen einen angepassten Futterplan. Hufprobleme werden ohnehin selten im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen gesehen und auch Herz-Kreislaufsymptome k\u00f6nnen viele Ursachen haben. Die Hauterscheinungen mit einem extrem langen Fell und verz\u00f6gertem Fellwechsel sind allerdings deutliche Hinweise auf ein Cushing-Syndrom, manchmal kommen Mauke und Pilzbelastungen hinzu. Deshalb werden Fr\u00fchstadien in der Regel nicht erkannt und bei Behandlungsbeginn bestehen die Regulationsst\u00f6rungen von Nebennieren und Hypophyse l\u00e4ngere Zeit. Durch chemische Dauermedikamente werden die Symptome gelindert, doch Organsch\u00e4den und Leistungsschw\u00e4chen schreiten weiter fort. Stattdessen kann man mit einer Kombination aus Bioresonanztherapie und angepassten Trainingskonzepten viel erreichen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Hufrehe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Hufrehe handelt es sich um Durchblutungsst\u00f6rungen, die durch F\u00fctterungsfehler (zu viel Kohlenhydrate) in Verbindung mit zu wenig Freilauf und Arbeit entstehen. Au\u00dferdem gilt Hufrehe als Begleitsymptom von Metabolischem und Cushing-Syndrom, weil die Stoffwechselentgleisungen zu St\u00f6rungen der Insulinaussch\u00fcttung bzw. -resistenz f\u00fchren. Nachfolgend kommt es zu Sch\u00e4den an Blutgef\u00e4\u00dfen und je kleiner diese Gef\u00e4\u00dfe sind, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr des kompletten Verschlusses. Bei Pferden befindet sich in der Huflederhaut ein System aus feinsten Blutgef\u00e4\u00dfen, das durch Anschwellen innerhalb der Hornkapsel eine sofortige Schmerzreaktion ausl\u00f6st. An anderen Stellen verursachen verh\u00e4rtete Arterien und \u201eausgeleiherte\u201c Venen nicht solche Schmerzen, weil sich das umliegende Gewebe ausdehnen kann. Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen in der Huflederhaut haben aber fatale Auswirkungen, denn das relativ feste Hufhorn l\u00e4sst keine Verbreiterung zu und weitere Blutgef\u00e4\u00dfe werden gequetscht und abgedr\u00fcckt. Danach wird das Hufbein mechanisch aus seiner normalen Position verdr\u00e4ngt und die Chancen auf Schmerzfreiheit werden f\u00fcr das Pferd gering. Die Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen f\u00fchren zu einer Entz\u00fcndung und Schwellung der Huflederhaut, bis das Hufbeins absinkt oder rotiert. Ab diesem Zeitpunkt wird das Pferd dauerhaft zum (Fr\u00fch-)Rentner, denn starke Schmerzen und ver\u00e4nderte Gliedma\u00dfenstellung verbieten jede reiterliche Belastung. Therapeutisch hat man nur eine Chance, wenn man bereits die allerersten Anzeichen (klammer Gang) umfassend und ganzheitlich behandelt. Mit einer Bioresonanztherapie m\u00fcssen der Stoffwechsel und m\u00f6gliche andere Verursacher korrigiert und die Durchblutung verbessert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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