{"id":247,"date":"2019-11-07T11:35:25","date_gmt":"2019-11-07T10:35:25","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=247"},"modified":"2021-05-05T17:52:07","modified_gmt":"2021-05-05T15:52:07","slug":"immunsystem","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/reiten\/pferdewerkstatt\/immunsystem\/","title":{"rendered":"Was tun bei &#8230; Immunschw\u00e4chen und Lungenproblemen?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>1. Deckenmanagement, Solarium<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erkrankungen der Atmungsorgane sind bei Pferden h\u00e4ufig, weil das Immunsystem durch Haltungsbedingungen und Training stark gefordert wird. Wind- und N\u00e4sse-Exposition sind vor allem f\u00fcr gut trainierte Pferde ein Problem, wenn sie nicht durch (trockene) Decken gesch\u00fctzt werden. Ein Reitpferd im Training sollte man nicht stundenlang Regen und Wind aussetzen, denn die w\u00e4rmende Fettschicht hat sich in eine entsprechende Reitmuskulatur umgewandelt. Muskelgewebe ist besser durchblutet und verlangt daher viel Bewegung, um nicht auszuk\u00fchlen. Ein ausgelasteter Vierbeiner hat etwa eine Stunde lang nach dem Training ein erh\u00f6htes W\u00e4rmebed\u00fcrfnis und wird im \u00dcbrigen die Paddock- und Weidezeit fressend und ruhend verbringen. Die Wohlf\u00fchltemperatur liegt bei Pferden zwar niedriger als bei Menschen, aber sp\u00e4testens nach einer Stunde N\u00e4sse sind die meisten Reitpferde ausgek\u00fchlt. Man kann bei Pferden im Training die Erk\u00e4ltungsgefahr in den Wintermonaten durch (Teil-)Scheren und Eindecken verringern. Durch ein geschicktes Deckenmanagement erm\u00f6glicht man auch in der kalten Jahreszeit naturnahe Haltungsbedingungen. Ein Solarium unterst\u00fctzt das Trocknen nach der Belastung und sollte in keinem Stall fehlen. Durch die \u00e4u\u00dfere W\u00e4rme wird die Durchblutung angeregt und damit der Abtransport von Abfallstoffen und die Neubildung von Muskelzellen erleichtert. Bevor man ein Offenstallpferd wieder in die K\u00e4lte entl\u00e4sst, muss es nicht nur komplett trocken sein, sondern das Haarkleid muss die K\u00f6rperw\u00e4rme wieder vollst\u00e4ndig regulieren k\u00f6nnen. Mit angetrockneten Schwei\u00dfflecken ist das nicht m\u00f6glich und W\u00e4rmeverluste an Brust, Hals und Sattellage kann man kaum vermeiden. Die Erk\u00e4ltungsgefahr f\u00fcr Offenstallpferde ist daher im Winter ziemlich hoch, denn im Prinzip m\u00fcssen sie jedes Mal nach dem Reiten noch etwa zwei Stunden betreut werden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Staubbelastung reduzieren (Umgebung, Heu)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Huster sollte m\u00f6glichst staubarm gehalten werden, mit entstaubter Einstreu und bedampftem Heu, denn der Allergisierungsprozess beginnt schleichend und ist \u00e4u\u00dferlich nicht feststellbar. Vor allem das Heu als wichtigster Raufaserlieferant darf in keinem Fall trocken verf\u00fcttert werden, denn auch bei hoher Qualit\u00e4t reizen feinste Pflanzenpartikel die Schleimh\u00e4ute. Je staubiger das Heu ist, desto fr\u00fchzeitiger bildet der Organismus Allergene auf Heustaub. Ein kurzes Anfeuchten, etwa mit einer Gie\u00dfkanne direkt beim F\u00fcttern, ist eine gute Zwischenl\u00f6sung bei den allerersten Hustensymptomen, jedoch nur wenn eine Allergie mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Nach sp\u00e4testens 14 Tagen anhaltender Hustensymptomatik ist eine Allergisierung wahrscheinlich und man sollte auf die F\u00fctterung von bedampftem Heu \u00fcbergehen. Dieses Verfahren entfernt Staubpartikel durch hei\u00dfen Wasserdampf in einem geschlossenen Beh\u00e4lter, und zwar ohne N\u00e4hrstoffverluste und Keimbesiedelung. Wenn ein hustendes Pferd anstatt angefeuchtetem Heu sofort Heulage erh\u00e4lt, setzt wegen des Protein\u00fcberschusses bereits nach etwa einer Woche ein Allergisierungsprozess ein.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Allergien erkennen\/korrigieren\/verhindern <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Allergie ist ein fehlgeleiteter Ablauf in den Zellen wegen Langzeit\u00fcberlastung des Immunsystems und f\u00fchrt zu Abwehrreaktionen gegen\u00fcber harmlosen Stoffen. Anfangs entsteht die Hustensymptomatik durch eine akute Entz\u00fcndung, weil sich erkrankte Schleimh\u00e4ute nur durch Schleimbildung und -absonderung regenerieren k\u00f6nnen. Nach etwa zwei Wochen, wenn nicht sofort behandelt und die Staubbelastung reduziert wird, reagiert der Organismus allergisch, indem die eigentlich ungef\u00e4hrlichen Stoffe durch Schleimabsonderung eliminiert werden. Eine unbehandelte Allergie neigt zus\u00e4tzlich zur Erweiterung auf andere Stoffe, z. B. auf Pilzsporen o. \u00e4., und das Pferd entwickelt immer h\u00f6here Haltungsanspr\u00fcche.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Fr\u00fchzeitiger Therapiebeginn <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt die ersten Symptome mit ausgew\u00e4hlten Kr\u00e4utermischungen zu behandeln, muss sich das angegriffene Immunsystem oft mit nicht-nat\u00fcrlichen Stoffen, also chemischen Schleiml\u00f6sern und Medikamenten zur Weitstellung der Bronchien, auseinandersetzen. Ohne Kr\u00e4utertherapien fehlt jedoch der eigentliche Schleimhautaufbau, das Symptom Husten bleibt bestehen und wird chronisch. Der Schleim muss dabei immer d\u00fcnnfl\u00fcssig genug sein, damit er abgehustet werden kann. Bei ausbleibendem Husten ist der Schleim in der Regel derart z\u00e4hfl\u00fcssig, dass die Lungenfunktion massiv eingeschr\u00e4nkt wird und die Gefahr des Lungenemphysems drastisch ansteigt. Dabei wird die Lunge nicht mehr vollst\u00e4ndig entleert, die Lungenbl\u00e4schen werden irreparabel gesch\u00e4digt und das Pferd muss die Bauchmuskulatur zu Hilfe nehmen, um den Gasaustausch noch aufrechtzuerhalten. Eine Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Naturheilkundetherapeuten ist daher am besten, damit s\u00e4mtliche Akut- und Sp\u00e4tstadien umfassend behandelt werden. Da der Zellstoffwechsel (wahrscheinlich) fehlgeleitet ist, sollte man unbedingt die falschen Zellabl\u00e4ufe mit einer Bioresonanztherapie korrigieren. Mit diesem physikalischen Verfahren wird das gesamte Spektrum von Mikrodefiziten bis zu massiven Sch\u00e4den aufgesp\u00fcrt und behandelt. Vor allem die fehlerhaften Abl\u00e4ufe auf Zellebene werden korrigiert, wie Allergien, Autoimmunprozesse, Zellentartung, Stoffwechselentgleisungen usw. Dabei kann es mit allen Heilverfahren und Schulmedizin kombiniert werden und eignet sich daher f\u00fcr alle chronische Krankheiten, damit akute Verschlimmerungen mehrgleisig therapiert werden k\u00f6nnen.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. unterst\u00fctzendes Reittraining (Dehnungshaltung,  Seiteng\u00e4nge)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig darf ein Huster im Akutstadium nicht reiterlich gefordert, sondern nur leicht und ohne Schwei\u00dfbildung bewegt werden. Sobald die Entz\u00fcndung abgeklungen ist, unterst\u00fctzt jedoch ein regelm\u00e4\u00dfiges Reittraining die Regeneration der Schleimh\u00e4ute. Wenn das Pferd im chronischen und allergischen Stadium nicht t\u00e4glich angemessen gearbeitet wird, kann es den festsitzenden Schleim in Lunge und Bronchien nicht mehr loswerden. Keinesfalls sollte man einen Huster nur auf Paddocks oder Weiden stellen, ohne mit einem gezielten Bewegungstraining die Sauerstoffverh\u00e4ltnisse zu verbessern. Jeder Stehtag begrenzt das wichtige Abhusten des Schleims, auch bei optimalen Freilaufm\u00f6glichkeiten, denn w\u00e4hrend der normalen Schrittbewegung ist die Atmung niemals gen\u00fcgend tief. Daher kommt es zum Abhusten, wenn chronische Huster beim Antraben das erste Mal tiefere Schichten der Lunge beanspruchen. Der Besitzer muss daf\u00fcr sorgen, dass Puls und Atmung des Pferdes t\u00e4glich beschleunigt werden, ohne das eingeschr\u00e4nkte Leistungsverm\u00f6gen zu \u00fcberfordern. Bei Hustern und Lungenkranken sollten die Bauchmuskeln besonders trainiert werden, damit sie die komplette Entleerung der Lunge unterst\u00fctzen. Gleichzeitig muss das Pferd eine tiefe Dehnungshaltung einnehmen, um mit tiefem Kopf, aufgew\u00f6lbtem R\u00fccken und abgekipptem Becken eine m\u00f6glichst effektive Muskelarbeit zu absolvieren. Dadurch wird eine Bel\u00fcftung bis zur hinteren Lungenregion erleichtert und hilft vielen lungenkranken Pferden, weiterhin ihren Trainingszustand und ihre Kondition zu erhalten. Weiterhin geh\u00f6ren Seiteng\u00e4nge zu den \u00dcbungen, die am meisten die Bauchmuskeln trainieren, und sollten bei allen Hustern zum Standardprogramm geh\u00f6ren. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/14-Dehnungshaltung-724x1024.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-382\" srcset=\"https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/14-Dehnungshaltung-724x1024.gif 724w, https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/14-Dehnungshaltung-212x300.gif 212w, https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/14-Dehnungshaltung-768x1086.gif 768w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>6. Husten, Nasenausfluss<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Pferd pl\u00f6tzlich Nasenausfluss und Husten zeigt, meistens beim ersten Antraben, sollte man sofort die Trainingsbelastung senken. Das Vorliegen einer akuten Entz\u00fcndung ist wahrscheinlich und wird unmittelbar mit mehr Frischluft und Eindecken gegen N\u00e4sse angegangen. Gleichzeitig sollte man das Heu mit einer Gie\u00dfkanne anfeuchten (bis zwei Wochen nach Symptomfreiheit), falls keine M\u00f6glichkeit des Bedampfens besteht. Kr\u00e4utermischungen aus Isl\u00e4ndisch Moos, Eucalyptus, Schwarzk\u00fcmmel, Thymian, S\u00fc\u00dfholzwurzel, Spitzwegerich u. a. sind sowohl im akuten als auch im chronischen Stadium wirksam, m\u00fcssen allerdings gelegentlich abgewechselt werden. Zus\u00e4tzlich verhindert eine Bioresonanztherapie die Entwicklung oder Erweiterung von Allergien (auf Heu- und Umgebungsstaub).  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Lungenemphysem (D\u00e4mpfigkeit)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sobald das Pferd zum Ausatmen die Bauchmuskeln (zeitweise) hinzuziehen muss, liegt eine Lungend\u00e4mpfigkeit mit Zerst\u00f6rung von Lungenbl\u00e4schen vor. Ein Umzug in einen weitl\u00e4ufigen Offenstall mit reduzierter Staubbelastung und bedampftem Heu ist unumg\u00e4nglich, wenn man die Krankheit \u00fcberhaupt positiv beeinflussen will. Dauertherapien mit Bioresonanz und Kr\u00e4utern (auf Allergien abgestimmt) k\u00f6nnen viel erreichen, aber nur wenn ein angepasstes Aufbautraining ohne Ruhetage durchgef\u00fchrt wird. Bei Lungenkranken sollten die Bauchmuskeln besonders trainiert werden, damit sie die komplette Entleerung der Lunge unterst\u00fctzen. Durch Reiten in Dehnungshaltung und Seiteng\u00e4ngen kann man Kondition und Leistungsf\u00e4higkeit erhalten oder sogar verbessern. Langanhaltende Verbesserungen sind jedoch nur m\u00f6glich, wenn wirklich alle M\u00f6glichkeiten der Unterst\u00fctzung (Haltung, F\u00fctterung, Therapien, Training) ausgenutzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Deckenmanagement, Solarium Erkrankungen der Atmungsorgane sind bei Pferden h\u00e4ufig, weil das Immunsystem durch Haltungsbedingungen und Training stark gefordert wird. Wind- und N\u00e4sse-Exposition sind vor allem f\u00fcr gut trainierte Pferde ein Problem, wenn sie nicht durch (trockene) Decken gesch\u00fctzt werden. 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