{"id":244,"date":"2019-11-07T11:31:49","date_gmt":"2019-11-07T10:31:49","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=244"},"modified":"2021-05-05T17:53:54","modified_gmt":"2021-05-05T15:53:54","slug":"stoffwechsel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/reiten\/pferdewerkstatt\/stoffwechsel\/","title":{"rendered":"Was tun bei &#8230; Verdau-ungsst\u00f6rungen und Stoffwechselproblemen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>1. Haltung \u00fcberpr\u00fcfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich braucht jedes Pferd auch wegen seines Stoffwechsels gen\u00fcgend Schrittbewegung, weil eine herabgesetzte Darmt\u00e4tigkeit zu schweren Gesundheitsproblemen f\u00fchren kann. Durch die verlangsamte Darmpassage ver\u00e4ndert sich die Darmflora und die eigentliche N\u00e4hrstoffaufnahme wird zus\u00e4tzlich gemindert. Im Endeffekt muss man durch die Haltungsbedingungen die Grundbed\u00fcrfnisse des Pferdes erf\u00fcllen. Ein Pferd in einer ung\u00fcnstigen Haltungsform kann man nicht durch mehr Zuwendung \u201etr\u00f6sten\u201c oder die Frustration \u201ewegf\u00fcttern\u201c. Wetterschutz, Bewegung und Sozialkontakte sind f\u00fcr ein Pferd existentiell wichtig und k\u00f6nnen auf die Dauer nicht ausgeglichen werden.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Grundfutter optimieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mangel an Raufutter f\u00fchrt langfristig zu schweren Gesundheitsst\u00f6rungen, wie Magengeschw\u00fcre, Kotwasser, Kolik etc. und erh\u00f6ht zudem den Stresshormonpegel (Cortisol). Ein Pferd sollte ca. 16 Stunden des Tages mit Fressen besch\u00e4ftigt sein und die tats\u00e4chliche Wartezeit auf die n\u00e4chste F\u00fctterung darf vier Stunden nicht \u00fcberschreiten. Doch aus \u00f6konomischen und arbeitsorganisatorischen Gr\u00fcnden wird dieser Grundsatz nicht immer eingehalten. Es gibt auch Pferdebesitzer, die auf eine knappe Heuf\u00fctterung bestehen, weil ihr Pferd sonst zu dick werden k\u00f6nnte. Dabei beeintr\u00e4chtigen regelm\u00e4\u00dfige Hungerzeiten die physiologische Darmt\u00e4tigkeit und das Pferd bekommt wiederholte Bauchschmerzen, Magen\u00fcbers\u00e4uerung, Magengeschw\u00fcre und Stoffwechselst\u00f6rungen. Stattdessen sollte man bei \u00fcbergewichtigen Pferden das Kraftfutter k\u00fcrzen und besonders die reiterliche Beanspruchung ausdehnen. Die eigentlichen Inhaltsstoffe und Energiegehalte vom Heu k\u00f6nnen stark variieren und m\u00fcssen deshalb f\u00fcr jedes Pferd mit dem Kraft- und Mineralfutter abgestimmt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/6-Heufressen-724x1024.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-384\" srcset=\"https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/6-Heufressen-724x1024.gif 724w, https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/6-Heufressen-212x300.gif 212w, https:\/\/ubachner.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/6-Heufressen-768x1086.gif 768w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>3. Zahngesundheit herstellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pferde m\u00fcssen mit den Kiefern ungehinderte Mahlbewegungen ausf\u00fchren, um das m\u00f6glichst hartfaserige Futter optimal zu verwerten. Deshalb sind alle Ver\u00e4nderungen des Gebisses, die das Gegeneinander-Reiben der Z\u00e4hne einschr\u00e4nken, sch\u00e4dlich. Werden die Vorderz\u00e4hne nicht gek\u00fcrzt, haben die hinteren Backenz\u00e4hne zu wenig Kontakt und weniger effektive Mahlbewegungen. Zudem wachsen Pferdez\u00e4hne lebenslang und m\u00fcssen  mindestens j\u00e4hrlich kontrolliert und korrigiert werden. Bei vorhandenen Defiziten, wie Zahnverlust, Fehlstellungen oder fortgeschrittenem Abrieb der Z\u00e4hne, sollte man h\u00e4ufiger, in der Regel halbj\u00e4hrlich, den Fachmann holen. Der korrekte Zahnwechsel von jungen Pferden muss \u00fcberpr\u00fcft werden, weil Probleme beim Einreiten und Ausbilden damit zu tun haben k\u00f6nnen. Bei Pferdesenioren steigt durch Zahnprobleme die Kolikgefahr enorm, weil das Futter ungen\u00fcgend zerkleinert und vorverdaut wird. Man kann zwar mit eingeweichten Heucobs und Mash vermehrt weiche Futtermittel anbieten, doch irgendwann l\u00f6st der Raufasermangel Darmprobleme aus, die sich nicht mehr regulieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Trainingsbelastung anpassen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitl\u00e4ufige Offenstallhaltung mit permanentem Heuzugang bietet die beste Grundlage f\u00fcr einen gesunden Stoffwechsel, doch erst das t\u00e4gliche Reitprogramm sorgt daf\u00fcr, dass die zugef\u00fchrten Futtermittel f\u00fcr die Muskulatur verwendet werden. In der Praxis werden Freizeitpferde kaum gen\u00fcgend beansprucht, denn nur wenige Besitzer haben neben Job und Familie noch Lust, ein intensives Reittraining zu absolvieren. Offenstallanh\u00e4nger sorgen zwar f\u00fcr eine artgerechte Haltung ihres Vierbeiners, halten es aber nicht mehr f\u00fcr notwendig, ihr Pferd wirklich t\u00e4glich zu arbeiten. Auf diese Weise ist kein regul\u00e4rer Muskelaufbau m\u00f6glich, denn daf\u00fcr m\u00fcsste das Pferd jeden Tag muskul\u00e4r beansprucht werden. Viele beurteilen die tats\u00e4chliche Arbeitsleistung ihres Pferdes falsch, denn der gelegentliche Ausritt mit wenigen Trab- und Galoppreprisen ist f\u00fcr ein Pferd keine Arbeit, sondern stillt nur sein nat\u00fcrliches Bewegungsbed\u00fcrfnis. Letztendlich ist jedes Reitpferd darauf angewiesen, dass ihm eine gute Reitmuskulatur antrainiert wird. Spazierg\u00e4nge und ruhige Ausritte reichen daf\u00fcr keinesfalls aus, sondern beg\u00fcnstigen vorzeitige Verschlei\u00dferscheinungen, weil die Gelenke nicht durch eine starke Muskulatur gesch\u00fctzt werden. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter stellen sich Stoffwechselprobleme ein, denn das zugef\u00fchrte Futter wird nicht f\u00fcr Muskelarbeit verwendet, sondern \u201ef\u00fcr schlechte Zeiten\u201c eingelagert. Die Folgen sind Verfettung, Hufrehe, Sommerekzem und andere Stoffwechselst\u00f6rungen, die man kaum in den Griff bekommt, wenn die muskul\u00e4re Belastung nicht deutlich gesteigert wird.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Kraft- und Erg\u00e4nzungsfutter hinterfragen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl unter- als auch \u00fcbergewichtige Pferde k\u00f6nnen Mangelerscheinungen haben, die sich kaum durch Futterumstellungen und Weideentzug korrigieren lassen. Die beliebten Erg\u00e4nzungsfuttermittel lindern bestenfalls die oberfl\u00e4chlichen Symptome, doch die eigentlichen Ursachen, z. B. ein gest\u00f6rter Stoffwechsel, M\u00e4ngel in der Futterqualit\u00e4t, Toxinbelastungen etc., bleiben unangetastet. Futtermittel sollen grunds\u00e4tzlich keine chemischen Zusatzstoffe und unn\u00f6tigen F\u00fcllstoffe enthalten, denn diese m\u00fcssen letztlich entgiftet werden. Dazu geh\u00f6ren R\u00fcbenschnitzel, Melasse, M\u00fchlenneben- und andere Abfallprodukte, die dem Stoffwechsel mehr schaden als nutzen. Stimmen Grundfutter und Training, ist ein Zusatzfutter nur bei genetisch bedingten Defiziten notwendig, z. B. PSSM. Dabei sind Zus\u00e4tze pflanzlicher Herkunft besser als solche mit k\u00fcnstlichen Stoffen, weil die Sekund\u00e4rstoffe ihre Verwertbarkeit zus\u00e4tzlich steigern. Nicht-nat\u00fcrliche Futtermittel werden vom K\u00f6rper als fremd eingestuft und irritieren irgendwann das Immunsystem.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Kr\u00e4uterkuren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Therapien f\u00fcr Verdauungsst\u00f6rungen steht sicherlich die Pflanzenheilkunde im Vordergrund, denn der Stoffwechsel des Pflanzenfressers Pferd reagiert empfindlich auf alle chemischen Stoffe. In der Natur w\u00fcrde ein Pferd mit Stoffwechselproblemen ebenfalls Kr\u00e4uter und Heilpflanzen verzehren, daher sollte das Heu bereits kr\u00e4uterreich sein und gezielt durch ein passendes Mineral- oder Kraftfutter erg\u00e4nzt werden. Werden allerdings Raufasermangel, Stressbelastungen und andere Ausl\u00f6ser nicht definitiv behoben, kann die beste Kr\u00e4utertherapie eine zunehmende Stoffwechselentgleisung nicht aufhalten. Gleichzeitig sollte man auf s\u00e4mtliche chemischen Zus\u00e4tze verzichten, weil ein Pferd ohnehin regelm\u00e4\u00dfige schulmedizinische Therapien verkraften muss. Dabei sch\u00e4digen Antibiotikagaben und Wurmkuren jedesmal die Darmflora und belasten die Leber. Im Laufe der Jahre k\u00f6nnen die Verdauungsorgane kaum noch regenerieren und das Pferd entwickelt Defizite im Immunsystem.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Darmsanierung (auch bei anderen Symptomatiken)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da der Darm auch Teile des Immunsystems beherbergt, finden sich nicht nur Mangelversorgungen, St\u00f6rungen des Mineralhaushaltes und Leberbelastungen, sondern auch eine herabgesetzte Immunabwehr. In St\u00e4llen mit knapper Heuzuteilung (und h\u00e4ufiger Entwurmungspflicht f\u00fcr alle) werden deshalb Husten- und andere Viruserkrankungen buchst\u00e4blich weitergereicht. Gleichzeitig beg\u00fcnstigt eine Langzeit-Leber\u00fcberforderung die Ablagerung von Abfallstoffen im Bindegewebe, weil sie nicht auf normalem Wege entsorgt werden k\u00f6nnen. Diese Vorg\u00e4nge sind zwar von au\u00dfen kaum festzustellen, l\u00f6sen aber Folgeerkrankungen, wie chronischen Husten und einen anf\u00e4lligen Bewegungsapparat, aus. Daher sollte nicht nur bei Stoffwechselproblemen eine Darmsanierung (\u00fcber mehrere Wochen) durchgef\u00fchrt werden, sondern im Prinzip nach jeder Wurmkur und jeder sonstigen chemischen Therapie (Wundversorgung, Hustenpulver, Schmerzmittel, Antibiotika etc.).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. Durchfall<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei\nakutem oder wiederkehrendem Durchfall m\u00fcssen als erstes\nF\u00fctterungsfehler abgekl\u00e4rt werden, also Raufasermangel,\nProtein\u00fcberschuss, Giftpflanzen etc. Bei\nden \u00fcblichen kleinen Weidefl\u00e4chen k\u00f6nnen\nPferde\nihren Raufutterbedarf nicht\n\u00fcber Gras decken. Vor\nallem im\nAufwuchs befindliches Gras, im Fr\u00fchjahr und auf st\u00e4ndig\nabgefressenen Weiden, verursacht\ndeshalb h\u00e4ufig Durchf\u00e4lle.\nF\u00fcr einen gesunden Stoffwechsel und ein intaktes Verdauungssystem\nsind jedoch viele Raufaser notwendig, die\nman nur durch eine Heuf\u00fctterung\ngew\u00e4hrleisten kann.\nBei gro\u00dfz\u00fcgigem\nWeidegang d\u00fcrfen\ndeshalb die Heurationen nicht gek\u00fcrzt werden, auch\nwenn\ndie Pferde einen deutlichen \u201eGrasbauch\u201c entwickeln.\nAufgrund\nvon Medikamenten\nund Wurmkuren haben viele\nPferde massive Darmflorasch\u00e4den und k\u00f6nnen\nalle Futtermittel weniger gut verwerten.\nBei sensiblen Pferden, die bei jeder Kleinigkeit mit Durchfall\nreagieren, hilft ein Gelassenheitstraining\nan der Hand und unter dem Reiter, um die Stressresistenz zu erh\u00f6hen.\nWenn\nalle Ursachen abgestellt sind, kann man die Darmfunktion mit\nPflanzenheilkunde stabilisieren, wie Kamille, Brombeerbl\u00e4tter,\nPfefferminze,\nFenchel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Magenprobleme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rationiertes oder knapp bemessenes Heu f\u00fchrt zu Verdauungsst\u00f6rungen und Magengeschw\u00fcren. Ein Pferd sollte ca. 16 Stunden des Tages fressen und darf h\u00f6chstens vier Stunden ohne Raufutter verbringen. Sensible Pferde reagieren auf Stress mit einer Adrenalinsteigerung, das wiederum die Magens\u00e4ureproduktion erh\u00f6ht. Sie sollten nach der Kraftfuttergabe mindestens eine Stunde Ruhe haben, damit der Verdauungsprozess im Magen ann\u00e4hernd abgeschlossen ist. Magenprobleme sind mittlerweile derma\u00dfen verbreitet, dass eine permanente Heuf\u00fctterung (auch bei \u201ewohlgen\u00e4hrten\u201c Freizeitpferden) anzuraten ist. Spezielle Magenkr\u00e4uter, wie Eibischwurzel, Malvenbl\u00e4tter, Melisse etc. st\u00e4rken die Magenschleimh\u00e4ute, aber nur wenn gen\u00fcgend Heu gef\u00fcttert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. Kotwasser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Pferd immer wieder Kotwasser abgibt, muss als Erstes ein Raufasermangel ausgeschlossen werden. Heulage oder Silage ist kein guter Ersatz f\u00fcr Heu, nicht zuletzt weil die dadurch entstehende \u00dcbers\u00e4uerung weitere (Stoffwechsel-)Probleme nach sich zieht. Letztlich liegen Darmflorasch\u00e4den vor, die durch Toxin- und Pilzbelastungen in Futter und Einstreu aufrechterhalten werden und dauerhaft beseitigt werden m\u00fcssen. Oftmals wird Stress als eine Hauptursache f\u00fcr Kotwasser genannt, der sich jedoch aus einer knappen Heuzuteilung ergibt. Wenn wirklich alle Verursacher ausgeschaltet sind, kann man mit Kr\u00e4utern, wie Pfefferminze, Fenchel, Kamille, Artischocke und K\u00fcmmel, die Darmflora sanieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11. Untergewicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei\neinem Pferd, das sich best\u00e4ndig an der unteren Gewichtsgrenze\nbefindet, sollte vor allem die Raufutterration erh\u00f6ht werden. Der\nAusgleich darf\nnicht durch mehr Kraftfutter (und\nExtras) erfolgen, damit\nimmer gen\u00fcgend\nHeu aufgenommen\nwird.\nDaher\nm\u00fcssen auch unbedingt die Z\u00e4hne kontrolliert und das\nVerdauungssystem auf Darmflorasch\u00e4den, Magenprobleme und\nVerwertungsschw\u00e4chen untersucht werden. Stress kann\nauch in der Haltung ausgel\u00f6st\nwerden,\nentweder durch Artgenossen, Raufasermangel\noder unzureichende\nRuhem\u00f6glichkeiten.\nDie\ngenannten Kr\u00e4utermischungen stabilisieren Stoffwechsel und\nDarmflora, doch in der Regel muss mit einer Bioresonanztherapie\ndie Funktion der Bauchspeicheldr\u00fcse behandelt werden. Durch\nToxinbelastungen, Impfreaktionen und Antibiotika sind nicht nur die\nEntgiftungsorgane dauerhaft \u00fcberfordert, sondern die N\u00e4hrstoffe\nk\u00f6nnen\nnicht vollst\u00e4ndig verwertet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>12. \u00dcbergewicht <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Bei gen\u00fcgend Freilauf sollten alle gut ausgelasteten Pferde 24 Stunden Zugang zum Raufutter haben. Insbesondere Wenig-Arbeiter entwickeln dabei jedoch ein mehr oder weniger deutliches \u00dcbergewicht. Alle Robustrassen sind von Natur aus darauf eingestellt, mit einem kargen Futterangebot klarzukommen und verwenden jeden \u00dcberschuss als Reserve f\u00fcr schlechte Zeiten. Werden diese Fettdepots best\u00e4ndig gr\u00f6\u00dfer, belasten sie Stoffwechsel und Herz-Kreislaufsystem und l\u00f6sen Sekund\u00e4rerkrankungen aus. Um das \u00dcbergewicht zu korrigieren, darf man deshalb nicht die Heuration k\u00fcrzen, sondern muss unbedingt die Trainingsanforderungen erh\u00f6hen. In der Haltung werden die Bewegungsm\u00f6glichkeiten verbessert und -anreize geschaffen, damit eine bessere Basis f\u00fcr eine starke Muskulatur entsteht. Ab sofort werden s\u00e4mtliche Ruhe- und \u201eFaulenzertage\u201c gestrichen, um wirklich t\u00e4glich eine muskul\u00e4re Erm\u00fcdung zu erreichen. Da auch bei \u00dcbergewicht Mangelerscheinungen vorliegen k\u00f6nnen, sollte man die Verdauungsorgane auf Stoffwechselkrankheiten (Metabolisches Syndrom) und die Schilddr\u00fcse auf eine Unterfunktion untersuchen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Haltung \u00fcberpr\u00fcfen Grunds\u00e4tzlich braucht jedes Pferd auch wegen seines Stoffwechsels gen\u00fcgend Schrittbewegung, weil eine herabgesetzte Darmt\u00e4tigkeit zu schweren Gesundheitsproblemen f\u00fchren kann. Durch die verlangsamte Darmpassage ver\u00e4ndert sich die Darmflora und die eigentliche N\u00e4hrstoffaufnahme wird zus\u00e4tzlich gemindert. 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