{"id":217,"date":"2019-11-06T11:51:32","date_gmt":"2019-11-06T10:51:32","guid":{"rendered":"https:\/\/ubachner.de\/?page_id=217"},"modified":"2019-11-06T11:51:32","modified_gmt":"2019-11-06T10:51:32","slug":"minderwertigkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ubachner.de\/index.php\/coaching\/themenbearbeitung\/minderwertigkeit\/","title":{"rendered":"Minderwertigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihr Minderwertigkeitsdenken in ein positives Selbstbild umzuwandeln. Wenn man der eigenen Person \u00fcberkritisch und unnachsichtig gegen\u00fcbertritt, konzentriert man sich eher auf Schw\u00e4chen anstatt auf individuelle St\u00e4rken. Jede verpasste Gelegenheit, jede Negativ-Erfahrung wird der pers\u00f6nlichen Unf\u00e4higkeit zugeschrieben und f\u00f6rdert Verurteilung und sogar Verachtung des eigenen Selbstes. Viele stellen an sich selbst hohe Anforderungen, die praktisch niemals erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, und geraten deshalb immer wieder in Situationen, in denen diese \u00fcberh\u00f6hten Anspr\u00fcche vor Augen gef\u00fchrt werden. Doch anstatt die eigenen Erwartungen (an sich selbst) zu senken, werden die offensichtlichen Unzul\u00e4nglichkeiten als Beweis f\u00fcr die eigene Minderwertigkeit betrachtet. Dabei zeigt sich ein negatives Selbstbild nicht nur in Anpassung, Unterw\u00fcrfigkeit und Verzicht, sondern auch im \u00fcbersteigerten Geltungsbed\u00fcrfnis, indem eigene Minderwertigkeitsgef\u00fchle hinter einer starken Fassade verborgen werden. Andere nutzen erprobte Manipulationsstrategien, um \u00fcber psychischen Druck Aufmerksamkeit, F\u00fcrsorge und Zuwendung von anderen Menschen einzufordern. Letztlich sind sie davon \u00fcberzeugt, niemals aus eigener Kraft ihre Ziele zu erreichen. Da diese Manipulationen h\u00e4ufig lange Zeit funktionieren, werden die falschen Grundhaltungen (Minderwertigkeitsdenken) beibehalten. Andererseits bef\u00fcrchten viele (insgeheim), mit einer positiven Einstellung zu sich selbst \u00fcberheblich und egoistisch zu werden. Das Streben nach eigenen Vorteilen geht f\u00fcr sie einher mit r\u00fccksichtslosem Verhalten anderen gegen\u00fcber. Wenn jedoch jeder (Erwachsene) eigenverantwortlich sein Leben gestaltet und sich bei anderen weder einmischt noch die eigenen Belange zur\u00fcckstellt, handelt es sich nicht um Egoismus (siehe Sozialkompetenzen). Wirkliche Nachteile f\u00fcr andere ergeben sich nur, wenn diese wiederum an veralteten Denk- und Verhaltensmustern festhalten. Die gegenseitige Unterst\u00fctzung darf weder in Bevormundung und Respektlosigkeit noch in Unterordnung und Verzicht ausarten. Das Festhalten an einem negativen Selbstbild, also das Bestehen auf einen \u00fcberh\u00f6hten Anspruch an sich selbst, l\u00f6st neben selbstsch\u00e4digenden Erfahrungen auch noch k\u00f6rperliche Probleme aus. Die Tendenz, sich selbst und seinen K\u00f6rper nicht zu unterst\u00fctzen, bringt eine hohe Stressbelastung im Alltag, st\u00e4ndige Mangelversorgung und gedankenlose \u00dcberforderung. Anstatt sich um eine ges\u00fcndere Lebensweise zu bem\u00fchen, verst\u00e4rkt sich h\u00e4ufig die ablehnende Haltung sich selbst gegen\u00fcber, weil man sich f\u00fcr die offensichtliche Schw\u00e4che verachtet.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihr Minderwertigkeitsdenken in ein positives Selbstbild umzuwandeln. Wenn man der eigenen Person \u00fcberkritisch und unnachsichtig gegen\u00fcbertritt, konzentriert man sich eher auf Schw\u00e4chen anstatt auf individuelle St\u00e4rken. 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